Sonderausstellung 2018 Lippenstift und Patrone - Frauen erobern die Jagd

In der Jägerschaft ist der Frauenanteil in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Eine Modeerscheinung? Eine Modernisierung der Jägerwelt? Eine Chance, den Dialog mit dem nicht jagenden Teil der Gesellschaft aufzunehmen und sich neu zu positionieren?

Die neue Sonderausstellung macht die zunehmende Präsenz der Frauen in der Jagd zum Thema und stellt den Wandel in den Fokus, der damit einhergeht. Frauen jagen bewusster, umsichtiger hört man oft – doch stimmt das? Was tragen sie als Jägerinnen bei zu einer zeitgemässen Jagd, die im Einklang steht mit Natur und Gesellschaft, wie beeinflussen sie das Image der Jägerschaft?

Historische Porträts von Frauen, die jagten und Interviews mit heutigen Jägerinnen vermitteln ein differenziertes Bild jagender Frauen und machen ihre Faszination für die Jagd, ihr Können und ihren Beitrag zur Jagdkultur hautnah erlebbar.

Auf dem erlebnisreichen Rundgang durch die Ausstellung hinterfragen die Besucherinnen und Besucher gängige Jagd-Klischees, spüren Hintergründe auf, entdecken erstaunliche Fakten und diskutieren mit am Jägerstammtisch. Am Schluss gilt es zu zeigen, wie gut kann ich auf ein Wildtier schiessen?

Das Rahmenprogramm zur Sonderausstellung behandelt aktuelle Themen, wie die nachhaltige Verwertung von Wildtierprodukten, die innovative Wildküche oder, wie die «ersten» Jägerinnen jagten.

Die Sonderausstellung wird gezeigt vom 13. Mai bis 14. Oktober 2018 und befindet sich im Kornhaussaal des Schlosses, zugänglich direkt vom Schlosshof aus.

Impressionen Eröffnung der Saison und Sonderausstellung 2018

Sonderausstellung 2016/2017 Grenzenlose Wildnis - Tiere auf Wanderschaft

Tausende von Karibus ziehen quer über die Tundra in ihre Sommerquartiere, junge Bären legen Hunderte Kilometer zurück auf der Suche nach einem neuen Territorium, Schneegänse ziehen im Frühjahr weit über Nordamerika nach Kanada oder Grönland.

Durch den Wechsel der Jahreszeiten, zur Fortpflanzung oder auf der Suche nach Nahrung begeben sich jährlich Millionen Wildtiere zu Land, zu Wasser oder in der Luft auf Wanderschaft, oft über Tausende Kilometer hinweg. Die grossartigsten Naturlandschaften unserer Erde sind geprägt durch solche Tierwanderungen.

Durch die Zerschneidung der Landschaft mit Verkehrswegen und Siedlungen behindert der Mensch die Wanderung der Wildtiere. Schutzgebiete, die zum Erhalt von Tierarten geschaffen wurden, werden voneinander getrennt. Dies führt zur Isolation von Tierpopulationen, genetischer Verarmung und schliesslich zum Verlust der Artenvielfalt.

In Mitteleuropa und der Schweiz, wo im Vergleich zu Nordamerika die Schutzgebiete winzig sind, ist die Vernetzung von Lebensräumen von zentraler Bedeutung.

Die grossformatigen Fotos des international bekannten Naturfotografen Florian Schulz nehmen den Besuchenden mit auf eine magische Reise in die letzten unberührten Naturparadiese Nordamerikas, wo wilde Tiere noch ungehindert umherstreifen. Sie sind ein grossartiges Plädoyer zum Erhalt der Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten. Multimediastationen mit Beispielen aus den Alpen vermitteln spannendes Hintergrundwissen.

Eine Reihe von Rahmenveranstaltungen zu besonders spannenden Themen, wie die Aufwertung von Gewässerlebensräumen, die Wanderungen der Fische oder der Amphibien begleiten die Sonderausstellung.

An den diesjährigen Open Air Filmsoiréen von Ende August erleben Sie auf Grossleinwand im Schlosshof Tiere auf Wanderschaft zu Wasser, zu Land und in der Luft.

Die Sonderausstellung wird gezeigt vom 14. Mai bis 15. Oktober 2017 und befindet sich im neuen Kornhaussaal des Schlosses, zugänglich direkt vom Schlosshof aus.

Sonderausstellung 2014/2015 Der Jagdhund – Helfer und Freund

Es war ein genialer Streich unserer Vorfahren: Vor rund 20‘000 Jahren kamen Menschen auf die Idee, Wölfe zu zähmen. Im Verlaufe der Zeit begann der Mensch, sich die besonderen Verhaltensweisen des Wolfes nutzbar zu machen. Aus dem Wildtier Wolf wurde das Haustier Hund. Die faszinierende Geschichte der Freundschaft zwischen Hund und Mensch begann.

Wie diese enge Bindung des Menschen an den Hund entstand, welchen Einfluss der Mensch auf die Evolution des Hundes nahm und wie die Partnerschaft Mensch-Hund heute in der Jagd gelebt wird, erzählt die neue Sonderausstellung „Der Jagdhund – Helfer und Freund“.

Ein Hund hört und riecht viel besser als wir Menschen; aber sieht er auch besser? Erleben Sie die ganz andere Sinneswelt des Hundes direkt!

Wie nutzt der Mensch die spezifischen Fähigkeiten des Hundes bei der Jagd und was muss ein junger Hund lernen, bis er bei der Jagd zum Einsatz kommt?

Wie bewegt sich ein Hund eigentlich fort, wie spielen Muskeln, Sehnen und Skelett zusammen?
In der Ausstellung werden Computeranimationen gezeigt, mit denen Forscher der Universität Jena die Bewegungsabläufe von 327 Hunden aus 32 Rassen mittels Hochgeschwindigkeitskameras und Röntgentechnik genau darstellten, analysierten und vermassen. Die Studie führte zu vertieften Erkenntnissen über den Bewegungsapparat von Hunden.

Erfahren Sie die wechselvolle Geschichte der Schweizer Jagdhunderassen und sehen Sie, welche Hunderassen für ganz bestimmte Arten der Jagd gezüchtet, ausgebildet und eingesetzt werden.

Alle Rahmenveranstaltungen zur Sonderausstellung

Die Sonderausstellung dauert vom 10. Mai bis 18. Oktober 2015 und befindet sich im Dachstock des Schlosses.

Das Mitführen von Hunden in die Räumlichkeiten des Schlosses ist nicht gestattet.

Sonderausstellung 2012/2013 Mauswiesel & Hermelin

Für den Menschen waren einige Marderarten Gejagte, des Pelzes wegen. Doch auch als Jäger, als Jagdhelfer bei der Kaninchenjagd, nutzte sie der Mensch. Die Ausstellung beleuchtet spezielle Aspekte der Jagd auf den früher hoch geschätzten Pelz des Hermelins und gibt einen Einblick in die faszinierende Jagdmethode, bei der ein Frettchen, die gezüchtete Form des Waldiltis, als Jagdhelfer bei der Kaninchenjagd eingesetzt wurde.

Anhand von präparierten Tieren, Infotafeln und Filmsequenzen lernen wir Mauswiesel und Hermelin, aber auch die anderen einheimischen Marderarten wie Dachs und Iltis, kennen. Ein interaktives Fragequiz bietet die Möglichkeit, die Kenntnisse über die Familie der Marder auf unterhaltsame Weise zu testen und zu erweitern. Ist das Fell des Hermelins, früher hoch geschätzt und teuer gehandelt, wirklich das feinste? Finden Sie es heraus an unserer Fell-Taststation!
Neu gibt die Ausstellung einen Einblick in die faszinierende Jagdmethode des Frettierens, bei welcher ein Frettchen, die gezüchtete Form des Waldiltis, bei der Jagd auf Wildkaninchen eingesetzt wurde.

Sichtungen von Mauswiesel und Hermelin in freier Natur können online gemeldet werden und werden auf einer Landkarte in der Ausstellung regelmässig nachgeführt. Sichtungen melden unter www.cscf.ch, klicken auf: Beobachtungen online melden.

Für den Unterricht in Kindergarten und Schule ist eine Unterrichtsmappe mit Anregungen und Tipps für spannende Begegnungen mit Kleinmardern herunterladbar.
Unterrichtshilfe Sonderausstellung Mauswiesel & Hermelin
Ein Ansichtsexemplar liegt in der Ausstellung auf.

Für Lehrpersonen steht ein Unterrichtskoffer über Wiesel mit detaillierten Informationen zur Gestaltung einer interessanten Schulstunde bereit.

Die Ausstellung kann weiterhin ausgeliehen werden.
Kontakt: info fauna/CSCF, Neuchâtel. Christof Angst, christof.angst@unine.ch

Sonderausstellung 2011 Raben - Schlaue Biester mit schlechtem Ruf

08. Mai 2011 bis 16. Oktober 2011

Rabenvögel, zu welchen neben den Krähen und Raben auch die Dohlen, Elstern und Häher gehören, sind spannende und vielseitige Tiere. Sie sind Thema der Sonderausstellung 2011 im Schweizer Museum für Wild und Jagd, Schloss Landshut.

Als kluger Rabe bewundert, als Galgenvogel verschrien, als Göttervogel verehrt und als Schädling verfolgt: ganz unterschiedlich ist die Beziehung des Menschen zum Raben. Die von den Naturmuseen Olten und St. Gallen geschaffene Ausstellung «Raben –Schlaue Biester mit schlechtem Ruf» beleuchtet das ambivalente Verhältnis zu diesem Vogel.

Neben den kulturgeschichtlichen Aspekten widmet sich die Ausstellung den besonderen Fähigkeiten der Rabenvögel, die wegen ihrer guten Auffassungsgabe und ihrer erstaunlichen Lernfähigkeit zu den intelligentesten Vögeln gehören: Sie sind anpassungsfähige Sprachkünstler, die sogar Fremdwörter benutzen. Sie sind aber auch wahre Flugakrobaten und – entgegen ihrem Ruf – fürsorgliche Eltern.

Mit eindrücklichen Ausstellungsobjekten und Fotos vermittelt die Ausstellung einen interessanten Einblick in die Lebensweise der zehn in der Schweiz heimischen Rabenvogel-Arten und zeigt Gründe für unsere Konflikte mit diesen Vögeln auf.

Eine reich bebilderte Broschüre fasst die Ausstellungstexte zusammen und ergänzt den Museumsbesuch.